Große Weserrunde

da ich etwas faul bin Kopie ich hier den Bericht vom Velomobileforum hier rein, hänge aber noch Fotos an:

So, ich melde mich auch mal zu Wort. 

Erstmal Danke für alle die mir Mut zugesprochen haben und mit mir gefahren sind. Besonders erwähnen muss ich da Dirk @welverwiesel er ist ganz tapfer ohne zu drängeln mit mir gefahren.

Für mich war es meine erste „richtige“ Langstrecke. Die länge Strecke (mit einem anderem Rad) war bis dahin bei 190km, gestern ging es dann auf die 300er Strecke. 

Am Anfang liefen die Kilometer gut, da @Weliandy und @Martin D. Ortskundig waren und uns um einige Höhenmeter herum geführt haben und uns auch einige Kilometer begleitet haben. Die Steigungen die wir dabei hatten waren machbar und der Regen hielt sich zurück und zwischendurch hat sogar irgendwer das Licht angemacht, die Sonnencreme hätte im Zelt bleiben können. Die Versorgung war super und die Laune auch, und das obwohl das Wetter kaputt war (kam Wasser raus, manchmal jedenfalls).

Bei Kilometer 100 hat sich @boots0815 entschieden umzudrehen und überlegte dafür über die Hochebene zurück zu fahren. Damit sind wir noch zu 4. weiter gefahren. Die Kilometer liefen gut, wir sind gegen den Track gefahren, das heißt: Auf dem Weserradweg geblieben und haben uns den Solling erspart. 

In Gieselwerder haben wir uns den Stempel an der AVIA abgeholt und eine kurze Pause gemacht. Da meine Schaltung seit einigen Kilometern ein Vögelchen war und etwas quietsche hatte ich das Glück das Martin eine kleine Flasche mit Fett zum sprüchen dabei hatte. Lief danach wieder leise, sonst wäre das der nächste Grund für Kopfschmerzen gewesen und nicht der kalte Nacken.

Dort haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, nach meinen Überlegungen mit @walter zu drehen habe ich mich entschieden mit Dirk weiter zu fahren um Nudeln in Hann. Münden zu essen. Also ging es bei ein paar Tropfen von oben weiter Weser aufwärts und Walter ist mit Martin wieder zurück gefahren.

Richtung Hann. Münden haben wir dann noch unsere Velomobielfahrer gesehen und gegrüßt, das war eine Motivation die Jungs zu sehen. Danke an die drei! 🙂 

Kurz danach haben wir dann @SebHeine getroffen, er schien gute Laune gehabt zu haben? Auf jedenfall war es dann gefühlt nicht mehr weit und wir haben beim THW Nudeln bekommen, Getränke aufgefüllt und einen Stempel bekommen. Und natürlich habe ich die großen Mengen an Sand aus meinem Gesicht gewaschen, ich brauche umbedingt ein Schutzblech!

Es ging dann wieder zurück und dann wurde es richtig Nass, einen richtigen Schauer gegen 15.15 Uhr (wie im Wetterbericht). Ich bin mal wieder Nass und entsprechend Dreckig geworden… und das ZR natürlich auch. Dirk hat deinen neuen Poncho angezogen und wir haben uns kurz untergestellt. 

Auf dem Stück Richtung Gieselwerder haben wir noch ein Pärchen Rennradfahrer getroffen deren GPS versagt hat, diese sind dann ein Stück mit uns und wir mit dennen gefahren. Ab Kilometer 200 wurden meine Beine langsam schwer, bei Anstiegen wurden ich immer langsamer und es wurde immer anstrengender. Aber ich wollte die 300 fahren und hatte mir das auch vorgenommen, also Zähne zusammen beißen und weiter.

In Heinsen, an der letzten Stempelstelle gab es für uns noch Gulaschsuppe und heiße Getränke, das hat meine kalten Füße zwar nicht warm gemacht, aber noch einmal ein bisschen Energie gegeben. Meine Kette hatte gefühlt ab dort oder irgendwo voher sehr wenig fett gehabt, der Sand dazu hat dann eine schöne Geräuschkulisse gegeben (low fat ist doch in Mode oder?). Bringt aber nichts, also weiter und weg ignorieren.

Die einbrechende Dämmerung hat die Navigation nicht einfacher gemacht, wer mich kennt weiß das ich meistens kaum links und rechts auseinander halten kann… Das haben Dirk und ich dann aber zusammen gut hinbekommen.

Es ging über die flache Strecke an der Weser zurück, dort ließ die Kraft bei mir dann entgültig nach. Es fiel mir wirklich schwer mehr als 22km/h aufs Tacho zu bekommen, dazu kam der fiese Wind von der Seite und von vorne, die Dunkelheit und die Problematik das mir kalt geworden ist. Die letzten Steigungen habe ich mir dann (wirklich langsam) hoch gekurbel, Dirk ist immer schön geduldig vor oder hinter mir gefahren, sodass ich immer ein Rücklicht oder Scheinwerfer in Sichtweite hatte. 

Irgendwann hat Dirk bei seinem neuen Garmin die Funktion entdeckt um zu sehen wie weit es noch ist, das machte es einfacher. Als es hieß noch 25km (also mein Arbeitsweg) hatte ich ein Ziel vor Augen und es lief innerlich etwas einfacher, oder es wirklich so war kann ich nicht beurteile. Vielleicht @welverwiesel? Das hat mich einfach beruhigt, zu wissen jetzt sind es noch maximal 75 Minuten sind.

Kurz vor dem Ziel war dann einfach nur ein ein Gefühl da: GLÜCKLICH! 

In der Schule gab es dann noch einen kurzen Plausch mit zwei anderen Rennradfahrern die wir unterwegs mehrfach getroffen hatten und etwas zu essen. Wir haben also die 300km mit 17Stunden und 35Minuten geschafft, die Zeit in Bewegung (lt. Tacho) waren 15Stunden 1Minute. 

Am Ende gab es am Kanuclub noch ein Biermischgetränk, aber erst nach einer warmen Dusche! Und nach fast 22 Stunden auf den Beinen habe ich sehr gut geschlafen und heute morgen war das bewegen der Beine ein bisschen schwer. 

Ich hoffe das war jetzt nicht zu viel. Musste ich einfach loswerden.

Jana

   
    
    
    
    
    
   
 

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