Hoek van Holland – Arnhem – Oberhausen

Nachdem ich gestern schon wieder Zuhause angekommen bin, komme ich jetzt erst dazu etwas auf dem Blog zu schreiben. Wie viel angenehmer das auf einer richtigen Tastatur anstatt am Telefon geht. 🙂

Also am Sonntag ging es für mich von Hoek van Holland nach Arnhem, geschätze Kilometer ungefähr 150. Am Ende waren es ein paar mehr. Ich bin pünktlich um 8.45 Uhr fertig eingecremt mit vollen Getränkevorräten losgefahren und direkt einige Kilometer später in eine Baustelle ohne sinnvolle Umleitung gekommen. Das hat mich ein bisschen Zeit gekostet durch Naalsiwjk zu navigieren. Im Anschluss habe ich mich an meine vorher rausgeschriebenen Knotenpunkte gehalten. Es kamen eine Brücke mit Möglichkeit ein Trike hochzufahren / schieben und zwei Drängelgitter. Dabei war das zweite Drägelgitter so konstruiert, dass Egon mit Gepäck drunter her passte.

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An einem Kanal an der Uni  und TU in Delft waren dann Schilder Richtung Zoetermeer. Ein kurzer Blick aufs Telefon zeigte mir das ich diesen folgen konnte und nur richtig abbiegen muss. Diesen bin ich dann bis zur A12 gefolgt.

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Da ist ein gut ausgebauter Radweg der die meiste Zeit Flach parallel zur Autobahn und / oder Bahn verläuft. Ich vermutete das der LF4 kurz hinter Gouda bei Woerden auf genau diesen trifft (was auch so war). Es ging dann nach kurzer Zeit einmal unter der Autobahn her und vor mir waren so zwei Jugendliche die mein Tempo fuhren und da gab es so ein Restaurant zur goldenen Möwe, ich habe dort auch kurz Pause gemacht.

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Es ging dann weiter über diese Rennstrecke bis kurz vor Gouda, ab dort ging es dann den Schildern Richtung Utrecht nach. Auf diesem Stück habe ich dann einige Kilometer eine Rennradgruppe hinter mir gehabt die nicht überholen wollten obwohl ich mit irgendwas um die 23km/h nicht so sonderlich schnell war.

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Irgendwann haben Sie mich dann aber doch überholt.

Es gab dann ganz viel Straße, Radweg und alles mögliche was grade war und gradeaus ging. Also mal rechts und mal links von der Straße. Dabei war der Untergrund wirklich sehr gut bis gut und kaum Höhenmeter. Ich glaube wenn man sich vorher eine ordentliche Route zusammenklick, kann man mit weniger Gepäckt und einem anderen Rad bis ans Meer fahren.

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Bei Woerden bin ich dann auf den LF4 gestoßen, dieser ging lange Zeit an einem Kanal entlang (und da sich der LF4 und die Schilder Richtung Utrecht einig waren…). Wirklich schön, immer wieder mit Bänken die zum verweilen einluden. Dort habe ich auch eine Pause eingelegt.

IMG_5519 IMG_5517Kurz danach ging es hier und da lang, ich habe mich Aufgrund der Schleifern die der LF4 macht, dazu entschieden wieder den Schildern Richtung Utrecht zu folgen, habe mich dort aber auch mehrmals „verfahren“. War aber alles nicht Schlimm. Utrecht selber war extrem voll. Viele Radfahrer, viele Fußgänger, zu viele Menschen für meinen Geschmack. Sodass ich die Idee einen Kaffee zu trinken sehr schnell wieder verworfen habe.

Dort ist dann dieses Foto entstanden:IMG_5529 2

Das war an einem Platz mit einer riesigen Kirche mitten in der Stadt, es fehlten leider an entscheidenen Kreuzungen wieder Schilder für den Radweg, sodass ich dort einige extra Meter eingelegt habe. Hier hat mir mein Garmin dann doch sehr geholfen. Wieder raus aus der Stadt ging es nachdem ich durch einen Wald gefahren bin an einer Straße entlang. Ziemlich lange immer grade aus. Zwischendruch mal Ampeln die mit Induktionsschleifen für Radfahrer ausgestattet waren. Also auch eine fast grüne Welle. Bis kurz vor Ede lief es wirklich super. Der Radweg war immer wieder von Bäumen gesäumt die die Temperaturen erträglicher gemacht haben, mein Tacho zeigte immer wieder Zahlen über 30°C an.

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Dort habe ich eine Tankstelle gesehen die nicht nur Sprit sondern auch einen Shop hatte. Meine 3 Liter aus meiner Wasserblase waren fast leer, also noch einmal 0,75l reingekippt und eine Cola gekauft. Danach waren es noch ungefähr 25km bis zum Camping der kurz vor Arnhem liegt. Immer schön an der N224 lang, und auf einmal zeigte der Tach nicht mehr 22 an sondern es wurde immer weniger. Was ist den hier los dachte ich und irgendwann, habe ich dann gesehen das ich oben war. Es gab einen netten Blick ins Tal, denn man vom Radweg aber nicht einfangen konnte und so zog sich der Weg bis zum Campingplatz. Dieser liegt mitten im Wald, auf einem Berg. Wo auch sonst? Ich war um 20.04 Uhr dort. Nach 168km mit einem Schnitt in Bewegung von 17.24km/h und einer reinen Fahrzeit von 9h 45min. Das ganze mit ungefähr 25kg Gepäck (ich habe aufgehört ds zu wiegen…). Am Campingplatz kam zum Glück noch jemand bei dem ich mich anmelden durfe. Etwas komisch, Online stand Anreise bis 21 Uhr möglich, vor Ort dann bis 20.00 Uhr, bis 21.00 Uhr nur nach Absprache. Es waren ja nur ein paar Minuten drüber.

Auf der Zeltwiese stand noch ein anderer Radfahrer, ein netter Niederländer. Wir haben uns ein wenig unterhalten während ich mein Rad abgepackt habe und das Zelt aufgebaut habe. Er hatte zu viel gekocht und mir die Rest von seinem Gemüse und seinem Hähnchen abgegeben. Ich war echt dankbar darüber. Er hatte übrigens einen Wok dabei, fand ich sehr spannend, schien aber zufrieden damit. Nachdem ich dann mein Zelt fertig eingerichtet hatte gab es eine warme Dusche und noch ein paar Nüsse ein bisschen gequatsche auf Deutsch, Englisch und Niederländisch. Und gegen 23.00 Uhr bin ich dann ins Bett gefallen.

 

Am nächsten morgen gab es leider ein leichtes Kratzen im Hals, habe ich mir doch das gleiche eingefangen was Michaela und Michael auch haben. Aber heute stand ja nur noch einkaufen in Zevenaar an und dann der B8 folgen. Meine Eltern hatten schon angeboten mich irgendwo einzusammeln. Also ging es bei kühlen 18°C gegen 9.00 Uhr vom Campingplatz aus los Richtung Arnhem wo ich wieder auf parallelen Radwegen zur Bahnlinie bis Zevenaar fuhr wo ich dann ein paar Kleinigkeiten einkaufte. Mitten im Ort ein Schild mit Emmerich, also schön hinterhergefahren und irgendwann war ich dann auch schon in Deutschland.

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Einmal bin ich von der B8 abgebogen, habe mich dann aber doch gegen die schönere Landschaft und für den besser ausgebauten Radweg entschieden.

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Der Radweg an der B8 ist die meiste Zeit rechtsseitig geführt. Dass führte auf Dauer bei mir irgendwann dazu, das das surren und zierpen der Grillen auf dem rechten Ohr unangenehm wurde.

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Aber es ging immer weiter. Erst Emmerich, Rees, Wesel. Ab hier kannte ich die Strecke einigermaßen. Weiter Richtung Dinslaken. Dort ein wenig durch den Ort und dann auf die Hoag Trasse Richtung Oberhausen. Einer kleinen Umleitung gefolgt. dafür die doppelte Dröhnung der Emscher abbekommen. Aber auf dem Stückchen Trase gab es schon die ersten Ruhrgebietsanzeichen.

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Am Rhein-Herne-Kanal angekommen, habe ich mich entschieden nicht den kürzesten sondern den für das Trike am bequemsten Weg zu nehmen. Es ging also ein Stückchen länger am Kanal entlang und ich habe am CentrO noch einen Kaffee getrunken und etwas gegessen. Es gab den Witz von Michael, das ich bis 17.00 Uhr nicht da sein werde. Um 16.43 Uhr habe ich ein Foto von Kaffee in meiner Hand gemacht. 😉

Es waren dann „entspannte“ 110km mit einem 18,xxer Schnitt. Die genauen Tacho zahlen habe ich grade nicht greifbar. Meine Eltern haben dann Taxi gespielt.

Und aktuell? Meine Nase läuft. Das Zelt ist trocken und die Wäsche sauber. Achso, und einen Sonnenbrand im Gesicht von gestern gab es auch noch. Es war ja Regen angesagt.

Jana

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