Auf, auf, Aufbau…

vor gut einer Woche ging es los Richtung Frankreich. Nach Moustiers-Sainte-Maria zum Abenteuercamp in der Provence.

Die Anfahrt führte über schöne Strecken und das Wetter war ein Traum. Die Sonne schien. Ein Andenken gab es dann auch schon an der letzten Mautstelle:

Eine schöne dicke Schraube im Reifen. Gab aber netterweise keinen Luftverlust. Muss trotzdem repariert werden.

Die Woche war dann vom Aufbau geprägt. Also viel Material schleppen und aufbauen und sortieren und und und…

und einmal nicht aufgepasst umgeknickt. Wurde dick und blau und doof. Geht aber alles schon wieder.

Nun aber zu den positiven Sachen:

das Wetter ist ein Traum, nachts schön kühl zum schlafen und tagsüber warm.

Meine Fahrräder für die erste Reise sind auch fertig, alle einmal gecheckt und Probegefahren. Für den folgenden Blick darf man 2,5km die Straße „runter“ fahren. Es geht aber natürlich auch hoch.

Das ist der Blick auf den großen See. Arbeiten wo andere Urlaub machen.

 

Kölle

Irgendwie mag meine WordPress App grade nicht arbeiten.

Aktuell verbringe ich meine Tage in Köln bevor es dann bald los in den Süden geht. Abends meistens mit Blick auf Dom und Rhein.

An den Wochenende gab es auch viel zu tun. Einmal ein bisschen mehr gebastelt an der Technik. Mein Solarladeregler hat sich im Urlaub ein wenig verabschiedet und ich wollte die volle Kontrolle haben. Also gab es nun einmal ein „kleines“ Upgrade der Technik. Die meisten wird das dahinter nicht interessieren, deshalb hier einmal das fertige Bild wie es nun aussieht.

Die Abdeckung mit den displays kann nach oben geklappt werden. Dahinter liegt ein Brett mit allen wichtigen Komponenten.

Und da ich abends Zeit habe zum Spazieren gehen noch ein Foto vom Dom.

Am Wochenende geht es dann los Richtung Provence. Spätestens dann gibt es einen neuen Eintrag.

 

Alles neu macht der Mai?

Viel passiert ist in den letzten Wochen und ich weiß gar nicht richtig wo ich anfangen soll…

Wie viele mitbekommen haben, habe ich für mich beschlossen etwas neues auszuprobieren. Und da hieß es für mich ganz oder gar nicht.

Also habe ich beschlossen, nachdem eine eine Jobzusage für den Sommer hatte, meine Wohnung zu kündigen. Vorher eine Heizung in meinen Duc bauen zu lassen und dann ins Auto zu ziehen. In diesem Zuge habe ich angefangen meinen Besitzt deutlich zu reduzieren, und die übrigen Sachen in einem Kleiderschrank, einer Komode und ein paar Kisten bei meinen Eltern zu lagern. Alles was wichtig ist, ist ab jetzt immer dabei. 🙂

Im Auto gab es seit dem Herbst auch einige Veränderungen. Ich habe nun offiziel ein Wohnmobil. Also mit Sitzgelegenheit, Kocher, Spülbecken, Stauraum und einem Bett. Dazu werde ich aber zu einem späteren Zeitpunkt noch mal mehr schreiben und Fotos einstellen.

Zurück zum Thema: Veränderungen. Am Freitag hatte ich meinen letzten Arbeitstag bei meinem alten Arbeitsgeben (einen lieben Gruß an meine Kollegen, danke für die tolle Zeit!!!). Ab nächster Woche gehts fast los, erstmal nach Köln und dann Anfang Juni in die Provence nach Frankreich in die Nähe von Moustiers-Sainte-Marie an die Verdonschlucht.

Ich werde dort was komplett anderes machen (raus aus dem „Büro“, rein in die Natur). Radguide und Reiseleitung für elan. Ich freue mich auf die neue Herausforderung, neue Kontakte, tendenziell eher gutes Wetter und vieles mehr. Nachdem ich das „go“ von Bruno (meinem neuen Chef) bekommen habe vor Ort auch weiter bloggen zu dürfen werde ich dies auch machen und euch von Unterwegs auf dem laufenden halten.

 

Jana

Mädelswochenende in Tallinn

Wenn man zu viel Zeit hat, kommt man manchmal auf gute Ideen. Zum Beispiel, spontan eine Reise zu buchen. Wir suchten unser Ziel nach folgenden Kriterien aus: Möglichst günstige Flüge und am besten möglichst weit im Norden. So fiel unsere Wahl auf Tallinn (für die unwissenden Leser: Hauptstadt von Estland).

Wir starteten unseren Kurzurlaub am Freitagmorgen, indem wir unsere Reisekasse aufstockten.

Anschließend wurde es sportlich. Wir schnappten uns unsere Pandaapotheke-Schwimmbeutel und zogen ein paar Bahnen im Schwimmbad.

Inzwischen waren wir hungrig und gönnten uns ein reichhaltiges Mittagessen, bevor wir nach Weeze fuhren.

Die Fahrt verlief reibungslos. Am Check-In wurde es kurzzeitig spannend: Um nicht zusätzlich 55 € pro Person zahlen zu müssen, mussten wir uns noch schnell online einchecken (komische Preispolitik einer Billigfluglinie), aber zum Glück hat es rechtzeitig funktioniert. Den Flug konnten wir mehr oder weniger entspannt genießen – ich mit einem Junggesellenabschied in der Nachbarschaft, Jana neben einem Betrunkenen. Am Flughafen angekommen versorgten wir uns noch mit Getränken, bevor wir zum Hotel fuhren und uns unserer wohlverdienten Nachtruhe hingaben.

Das Frühstück am nächsten Morgen war solide und so konnten wir uns gestärkt auf den Weg machen, um die Stadt zu erkunden. Es gab Schneehaufen, viele alte Gebäude und hernekeitto – ach nee, supp – zu entdecken.

Jana gönnte sich, wohl verleitet durch den Sonnenschein und das blaue Wasser, ein Fußbad im Meer. Zurück im Hotel gab es Sandwiches ohne Nährwert, einen vielversprechend klingenden Energiedrink namens Burn sowie das RTL-Nachmittagsprogramm.

Am Abend zogen wir noch einmal los, um etwas Vernünftiges zu essen. Zuerst konnten wir uns nicht entscheiden und landeten am Ende in einer Pizzeria. Mit Pizza kann man schließlich nicht viel falsch machen, dachten wir jedenfalls. Nun wissen wir, bei Pizza kann man sehr viel falsch machen, indem man z.B. die Tomatensauce weglässt. Alles in allem machte es zwar pappsatt und lag schwer im Magen, war aber unbefriedigend.

Am nächsten Tag hatten wir leider nicht so viel Glück mit dem Wetter. Da es zuerst regnete und später in Schnee überging, verbrachten wir den größten Teil des Nachmittags in einem Einkaufszentrum. Einer guten alten Tradition folgend suchten wir einen Asiaten auf, um dort zu essen, was sich als eine bessere Wahl als die Pizza herausstellte. Gegen Abend klarte es auf. Wir nutzten das, um einen kleinen Spaziergang zum Meer zu unternehmen… auf der anderen Seite liegt übrigens Finnland. Später gab es wieder qualitativ hochwertige Fernsehunterhaltung.

Der eigentliche Anlass für unsere Reise war mein Geburtstag, den wir Montag mit einem Ausflug in den Lahemaa Nationalpark feierten. Kurz gesagt, tolle Landschaft. Die Bilder sprechen für sich.

 

        

 

Am Abend gingen wir zunächst Essen – diesmal estnisch, es gab super leckeres Brot und Hausmannskost wie bei Oma – und anschließend stießen wir noch mit Cocktails an. Die Laborbar hatten wir schon am ersten Tag entdeckt und die Tatsache, dass sie Getränke aus Reagenzgläsern, Erlenmeyerkolben und Bechergläsern servierten, lässt natürlich das Chemikerherz höher schlagen. Jana hätte gern einen zweiten Cocktail gehabt, war aber zu vernünftig.

Damit endete unser Kurzurlaub leider auch schon fast… Am nächsten Morgen ging es zeitig zurück zum Flughafen und dann Richtung Heimat. Schön war es. Wo es uns wohl als nächstes hinziehen wird?

Stockholm, Malmö und alte Bekannte

Der aufmerksame Leser wird nicht umhin gekommen sein zu bemerken, dass unsere Geschichte doch recht abrupt endete. Nein, wir sind nicht unterwegs abhanden bekommen. Es war wohl eher der Mangel an WLAN und Motivation. Aber besser spät als nie. Deswegen nun endlich der Abschluss unserer Reise.

Zunächst sind wir ein wenig durch Stockholm gebummelt und haben diverse Souvenirgeschäfte aufgesucht, um Dinge zu kaufen, die man unbedingt (nicht) braucht. Wir hatten sogar Glück mit dem Wetter und es regnete mal nicht. Anscheinend hatten wir uns auch einen besonderen Tag für unseren Besuch ausgewählt. Es liefen nämlich überall wichtig aussehende Leute und feiner Kleidung herum. Etwas, das uns besonders erheiterte, war ein kleiner Mähroboter, der den Rasen vor dem Schloss in Form hielt. Es hat einfach eine gewisse Komik, wenn dort ein sehr ernst drein blickender Wachposten steht und hinter ihm der Roboter seine Kreise zieht…

Unabhängig voneinander hatten uns mehrere Personen die Empfehlung ausgesprochen, das Vasa Museum zu besuchen. Auf dem Weg dorthin lockte uns der Duft nach Zimtschnecken in ein Café. Leider entpuppte es dich als Fehler, unseren Gelüsten nachzugeben. Nachdem wir beide etwa die Hälfte unserer Zimtschnecken gegessen hatten, überkam uns eine Übersättigung an Zucker, sodass wir auch die folgenden Tage nichts Süßes mehr sehen wollten…

Mit einer Fähre ging es im Anschluss zum Museum, das wirklich sehr sehenswert ist. Das Kriegsschiff Vasa ist bei seiner Jungfernfahrt nach etwa 1300 m gesunken, konnte aber später geborgen und restauriert und nun von uns bewundert werden.

Unsere nächste Etappe führte uns in ein Dorf bei Karlskoga, unsere ehemalige Mitschülerin und meine Namensvetterin Miriam besuchen. Während Jana sich einen kleinen süßen Schweden schnappte, der in ihren Armen einschlief, wurde ich von Miriams Tochter mit einem Kunststoffschwert verprügelt… Kinder sind großartig (Achtung, Ironie). Alles in allem hatten wir einen sehr schönen Nachmittag mit leckerem Essen und guten Gesprächen. Danke an Miriam!

Am Abend rissen wir noch einige Kilometer herunter, schließlich mussten wir am nächsten Tag in Malmö ankommen, um es entspannt zur Fähre zu schaffen. Die Nacht verbrachten wir etwa auf halber Strecke zwischen Karlskoga und Malmö auf einem Rastplatz.

In Malmö stand auch schon der nächste Besuch auf dem Programm. Als nämlich feststand, dass wir über Malmö fahren würden, habe ich Kontakt zu Elena aufgenommen, die mal für einige Monate als Gast bei uns im Labor gearbeitet hatte. Auch an Elena danke, dass es so spontan mit einem Treffen geklappt hat.

Insgesamt hat uns Malmö gut gefallen. Ich persönlich fand, es hat mehr Charme als Stockholm, vermutlich bedingt durch die nicht vorhandenen Touristenscharen. Für die letzte Nacht in Schweden hatten wir uns wieder einen Parkplatz ausgeguckt und tja, was soll ich sagen? Das war richtige Dreckswichskacke. Die sanitären Einrichtungen hatten nämlich nur von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Ich habe mich ziemlich darüber aufgeregt. Also ging es zur Verrichtung wichtiger Geschäfte auf die Kundentoilette eines nahe gelegenen Supermarktes, der zumindest von 7 bis 22 Uhr geöffnet hatte.

Am nächsten Morgen ging es zeitig zur Fähre. Natürlich versagte das Auto im entscheidenden Moment wieder, sodass wir erneut auf Starthilfe angewiesen waren. Einer der Mitarbeiter am Hafen hat eine ganze Zeit am Motor rumgeschraubt. Zum Dank gab es eine Flasche Fiege für ihn. Gut, dass wir einen kompletten Kasten mitgenommen hatten. Ein letzter Blick auf Malmö vom Schiff aus, dann hieß es acht Stunden lang die Zeit totschlagen, um schließlich von Travemünde aus die letzten 450 km nach Hause auch noch durchzufahren.

Und damit endete es. Nach 4650 Autokilometern, 353 718 Schritten, 751 Seemeilen und vielen aufregenden neuen Erfahrungen waren wir wieder in Herne. Mal sehen, wohin es uns als nächstes verschlagen wird…

Von Muonio über die E4 nach Stockholm

Oder wie man 1300 km in 3 Tagen fährt. Samstag Morgen haben wir uns in Muonio von Juha, Paula und den 2 Dackeln verabschiedet und sind erst mal gar nicht weit gekommen. Der Duc wollte nicht anspringen. Irgendwie zickte er vorher schon ein bisschen rum. Nach ein bisschen hin und her und mit Starthilfe ging es dann auf die E8 gen Süden.

Es war ziemlich regnerisch (was auch sonst?) und auch extrem windig. In Wellen ging es mehr oder wenig zügig nach Tornio. Auf dem Rückweg haben wir natürlich auch den Nordpolarkreis überquert.

Kommentar Miriam: In die falsche Richtung. Wer will schon den Polarkreis nach Süden überqueren?

In Tornio war unser erstes Ziel: Einkaufen. Tornio liegt direkt an der Grenze und ist der südlichste mit Schweden verbundene Punkt. Die Lebensmittel in Finnland sind vergleichsweise teuer. In Schweden ist es aber noch teurer. Und wir wollten den im Duc freien Platz unter dem Bett für ein bisschen Blaubeersaft nutzen.

Dann ging es nach Schweden, was war direkt hinter der Grenze? Ein Ikea natürlich. Wir wollten aber noch ein bisschen weiter. Es ging auf die E4, die uns die nächsten Tage begleiten sollte.

Kommentar Miriam: Die E4 ist eine ziemlich langweilige Straße, auf der man ständig zu beiden Seiten hin eingezäunt ist. Ist nix mit Pipipause im Wald.

Bei Luleå (genaugenommen bei Boden) gibt es die nördlichste CNG Tankstelle in Schweden. Da CNG etwas preiswerter und vorallem etwas effektiver als Benzin ist, haben wir diese mitgenommen und haben uns von dort aus nach einem Camping umgeschaut. Wir haben beschlossen, noch weiter nach Piteå zu fahren und dort am Yachthafen mit WoMo Stellplätzen zu stehen.

So ging der erste Tag nach knapp 480 km zu Ende. Es war immer noch ziemlich windig, aber trocken und klar.

Funfact: Kallax ist nicht nur ein Ikearegal, sondern eine Stadt, an der wir vorbei gefahren sind.

Die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter war ziemlich gut. Also haben wir erstmal in Ruhe unsere Bolognese gekocht und waren ziemlich platt. Eigentlich wollten wir grade Richtung bettfertig machen ins Sanitär gehen, als Miriam meinte, dass Polarlichter am Himmel seien.

Die regelmäßigen Leser wissen wahrscheinlich, dass man für die Betrachtung von Polarlichtern folgende Dinge beachten sollte:

1. Es sollte möglichst dunkel sein.

2. Eine freie Sicht in Richtung Norden sollte gegeben sein.

3. Man sollte genügend anziehen, es könnte kalt werden.

Also so hatten wir einen hellbeleuchteten Stellplatz, mit Blick auf Hochhäuser und eine Fabrik. Ich schätze mal Windstärke 4 und natürlich auch nicht so sonderlich viel an.

Trotzdem sind ein paar Fotos zusammen gekommen.

Hier dann einmal die Fabrik, die wir im Hintergrund hatten. Das Schauspiel war dann aber nach einer halben Stunde (in der es auch pinke Polarlichter gab) wieder vorbei und wir konnten Richtung Bett.

Der nächste morgen startete mit viel Wind und Sonne. Zuhause regnete es wohl, also hatten wir Glück. 🙂

Von Piteå ging es weiter Richtung Süden. Wieder über die E4, dieses Mal zum Tanken nach Skellefteå. Die CNG Tankstelle war etwas außerhalb in einem Industriegebiet (wie gefühlt alle folgenden auch noch). Hier ist nach dem Tanken erst mal wieder nix passiert. Der Duc wollte nicht anspringen. Die Ironie, 150 m weiter war eine Werkstatt, aber es war Sonntag. Nach ein bisschen Rappeln an der Masse und dem Abziehen und wieder Aufstehen und ein bisschen dies und das hat er sich dann doch, trotz scheinbar leerer Batterie, dazu überredenlassen lassen, wieder anzuspringen…

Also kein Touristop sondern ein paar km fahren. Wir sind dann mehr oder weniger bis zu den Höga Kusten weiter gefahren. Dies ist eine Steilküste, die nach der letzten Eiszeit entstanden ist und bis zum 285 m hoch ist. Wir wollten die Beine etwas vertreten und haben es gewagt, den Duc auszumachen. Es gibt dort Klettersteige und auch einen „Wanderweg“, der klettersteigähnlichen Charakter hatte. Es wurde beim Einstieg vor einem schweren Weg gewarnt. Also wurden wir nur mehr angestachelt, da hoch zu gehen.

Das war der Einstieg, noch wirklich einfach und easy. Also sowas hatten wir ja schon mehrfach.

Und dann kam das hier, das war super, aber nichts für Leute mit Höhenangst. Also Mama: Du darfst da nicht hoch…

Dafür wurden wir oben mit einer noch schöneren Aussicht belohnt. Das Wetter war übrigens ein Traum, Sonne, leichte Wolken und trocken. Zuhause hat es geregnet haben wir gehört… 😉

Es ging dann weiter. Das Auto sprang natürlich ganz brav an. In Härnösand haben wir noch getankt und sind weiter bis ein paar km unter Sundsvall. Wir hatten wieder einen Blick auf eine Fabrik, aber auch aufs Meer und einen tollen Mondaufgang. Ich bin nach eine Dusche nur noch ins Bett gefallen. Wir sind wieder ungefähr 480 km gefahren.

Heute Morgen ging es bei Sonnenschein weiter, natürlich südlich auf die E4, nachdem wir im Supermarkt noch Baguette, Zimtschnecken und ein paar anderen Kleinigkeiten gekauft hatten. Unter anderem Blåblå-Lime Saft. Wir haben es liebevoll Blaubeerleim genannt.

Gefrühstückt haben wir im Auto und dabei alles vollgekrümelt und den Leim probiert. Also schmeckt weder nach Blaubeere noch nach Limette. Es ist beides mal dran vorbei gelaufen 1,4 und 1% (oder so). Die Hauptzutat ist: Birnensaft.

Habe ich erwähnt, dass der Duc heute mehrfach einwandfrei angesprungen ist? Also immer ohne Probleme, so darf es weiter gehen. Das Ziel für heute: Stockholm. Wir haben bei Seeaussicht ein Zimmer über Airbnb gebucht, zwischendurch kurz getankt und dann in Stockholm im Stau gestanden… Vor Ort haben wir einen Parkplatz gefunden, der Automat wollte weder Miriams noch keine Kreditkarte futtern, und diese tolle App war super programmiert. Nachdem meine Rufnummer dann registriert war, ohne dass ich eine Bestättigung bekommen hatte, und Miriams Kreditkarte eingepflegt war, konnten wir ein Parkticket ziehen. Hat auch nur eine Stunde gedauert.

Im Anschluss sind wir in das Einkaufscenter in der Nähe gelaufen und haben eine Runde gedreht und einen groooooßen Kaffee getrunken. Wir wollten für die restlichen Bolognese noch italienischen Hartkäse haben. Diesen haben wir gefunden und uns an die Kasse gestellt. Die Dame vor uns hatte 6 Kartons mit je 12 Päkchen Kaffee auf dem Band, es schien Rabatt zu geben. Dafür durften jedoch nicht mehr als 6 Pakete auf einmal verkauft werden. Also hat sie 6*6 Pakete Kaffee gekauft. Hat ungefähr 20 Minuten gedauert.

Also:

Parkticket ziehen: 1 Stunde

Käse kaufen: 30 Minuten

Dann bekamen wir eine Nachricht, dass wir doch schon einchecken konnten, und sind dann in die Richtung gelaufen, in die wir dachten, dass wir müssen. War auch am Anfang richtig. Am Ende sind wir auch am Auto raus gekommen. Aber irgendwie war der Rückweg deutlich länger als der Hinweg. Wie das wohl kommt?

Morgen machen wir dann Stockholm unsicher. Gucken uns wahrscheinlich Vasa, die Altstadt und mal gucken was noch an. Ein bisschen Souvenirshops und sowas.

Während wir Kaffee getrunken haben, haben wir auch eine Fähre für den Rückweg gebucht. Es geht von Malmö nach Travemüde und dann noch 450 km mit dem Auto.

Pallas-Yllästunturi Nationalpark

Nachdem wir gestern aufgrund des durchwachsenen Wetters einen eher ruhigen Tag eingelegt hatten, ging es heute wieder etwas aktiver zu. Wir fuhren in den Pallas-Yllästunturi Nationalpark, um den Taivaskero zu besteigen. Mit seinen 809 m die höchste Erhebung des Nationalparks.

Da wir uns oberhalb der Baumgrenze befanden, war es durchgängig windig und trotz Sonne frisch. Deswegen waren wir auch gut eingepackt.

Beim Abstieg sahen wir noch eine kleine Gruppe Rentiere, von denen eines wohl eine Glocke trug. Jedenfalls bimmelte es die ganze Zeit. Dank der Infotafeln auf der Familienrunde, die wir vorgestern gelaufen waren, wissen wir ja neuerdings auch, dass Rentiere mit Glocke eine spezielle Bezeichnung haben (die ich mir aber nicht gemerkt habe).

Wir hatten unsere Wanderung schneller beendet, als erwartet. Den Rest des Tages verbrachten wir vor allem mit Fotostops an diversen Seen.

See Nummer 1:

See Nummer 2:

See Nummer 3:

Diesen kannten wir bereits von unserer Hinfahrt nach Muonio. Aber da ja heute die Sonne schien, bot es sich an, hier nochmals schönere Postkartenmotive zu schießen 😉

        

Habt ihr euch je gefragt, woher manchmal diese Steintürme in Landschaften stammen? Jana hat mich heute desillusioniert, indem sie einfach einen gebaut hat…

Das hier ist für alle, die mich fragen, ob ich nicht mal irgendwo Urlaub machen möchte, wo man ins Wasser gehen und am Strand liegen kann:

Muonio

Ach und übrigens: Es regnet grade mal wieder.

Nachdem wir gestern ziemlich früh ins Bett gefallen sind waren wir heute trotzdem müde und sind bis 9 liegen geblieben.Wir haben (mal wieder) Obst mit Joghurt und Müsli gefrühstückt. Zu meinem Leidwesen gibt es hier kein ordentliches Brot. Es ist einfach trocken, hat keine richtige Kruste und ist einfach nicht meins. Also gab es Pfirsich, Banane und Birne. Wir haben es Perfektioniert unsere Zimmer innerhalb von 30 Minuten chaotisch zu bekommen. Irgendwie haben wir immer gaaaanz viel zu Essen dabei. Also haben wir heute morgen gespült, gesaugt und geräumt.

Es war schon kurz nach 11 und wir sind zum Supermarkt gefahren und haben ein paar Sachen eingekauft. Unter anderem: Aufbackbrötchen! Mal gucken wie die sind. Wir haben fast 45 Minuten im Supermarkt verbracht weil wir noch ein bisschen hier und da geguckt haben was es so spannendes gibt.

Im Anschluss waren wir noch in einem Souvenirshop und haben etwas gebummelt.Da wir keine Experimente mehr beim Essen machen wollten gab es heute Mittag etwas beim Burger King, wir vermuten das dies der nördlichste Burger King ist. Wir wissen es aber nicht genau.

Es war also schon 13.30 Uhr als wir losgekommen sind. Nach einem Fotostop mit Blick auf See und Bergen sind wir noch in den Nationalpark gefahren. Wir haben uns das Visitor Center angeguckt, geschaut wie lange die Wanderroute für Freitag sein soll und sind eine kleine 3km Runde gelaufen. Es war eine Runde für Familien mit Schildern zu Historie, Flora & Fauna. Sehr Infomativ.

Dann sind wir angekommen. Das Zimmer hier ist der Hammer. Wir haben ein Sofa, es gibt mal Stauraum der nicht nur Haken sind. Wir haben ein Bad und teilen uns die Küche mit dem Host. Dazu gibt es 2 sehr zutrauliche und süße Rauhauardackel.

Wir hatten Pizza zum Abendessen, keine Experimente heute.

Und jetzt bin ich müde und muss gleich schlafen. Miriam schaut grade Simpsons im Fernsehen (auf Englisch mit Finnischen Untertiteln).

Levi

Gestern hieß es Abschied nehmen von Elina, Kari, Roki und den Pferden. Nachdem wir die Hütte vom gröbsten Dreck befreit und noch zwei Flaschen Fiege als Abschiedsgeschenk dort gelassen hatten, ging es über die Schotterpiste zehn schlaglochreiche Kilometer zurück nach Lohiniva. Fun Fact: Etwa ein Drittel der Straßen in Finnland sind Schlammstraßen oder Sandwege.

Eigentlich wollten wir noch einkaufen, aber der örtliche Supermarkt – der wohl gleichzeitig auch als Tankstelle dient – hatte nicht die erwünschte Auswahl. Also beließen wir es bei zwei Flaschen Cola und ekelhaft süßen Teilchen mit Marmeladenfüllung und setzten unsere Fahrt fort.

Über Kittilä ging es nach Levi, das ein bekannter Ort für Skitourismus ist. Unsere Unterkunft befand sich in einem Haus auf einer kleinen Haustierfarm. Beim Blick vom Essenstisch konnten wir daher auf rangelnde Ziegen und ein grunzendes Minischwein hinunter blicken.

Abends gingen wir noch auf Polarlichtjagd. Aufgrund der Bewölkung bekamen wir zwar keine Polarlichter zu sehen, dafür sichteten wir unseren ersten Elch sowie zwei Füchse, die meinten, sich gegenseitig über die Straße scheuchen zu müssen.

Der Vorteil daran, dass wir verhältnismäßig früh im Bett landeten, war, dass wir am nächsten Morgen zeitig los konnten. Unser Ziel sah folgendermaßen aus:

Wir hatten keine Ahnung, ob es einen sinnvollen Weg nach oben gab, wollten aber unbedingt auf diesen „Berg“. Nach einer Weile stießen wir tatsächlich auf einen Hinweis, wo es lang gehen könnte:

Stellenweise ging es ziemlich steil nach oben und es machte sich bezahlt, dass wir beide unsere hohen Wanderschuhe trugen. Unterwegs hatten wir weitere Begegnungen mit der hiesigen Fauna. Neben einer Art Schneehuhn – zumindest vermuten wir, dase es sich um eines handelte – sahen wir eine Schlange:

Nach einigen weiteren anstrangenden Höhenmetern, bei denen uns trotz einer Temperatur von 10 Grad richtig warm wurde, erreichten wir den Gipfel und wurden mit einer herrlichen Aussicht auf die endlose Weite der herbstlich gefärbten Wälder belohnt.

Nach einer kurzen Pause und vielen Fotos machten wir uns an den Abstieg, wählten aber einen anderen Weg. Zugegeben, wir wussten nicht, wo wir am Ende heraus kommen würden, aber das machte es interessanter.

Wie auch bereits der Hinweg, erwies sich der Weg nach unten als anspruchsvoll, da stellenweise eine große Steigung im Gelände zu überwinden ist.

Manchmal wurde aus dem Wanderweg ein Geröllfeld oder ein Steg:

Hier noch mal ein Beispiel dafür, wie extrem das bunte Laub der Bäume leuchtet. Diese Zeit des Jahres bezeichnet man hier übrigens als ruska.

Abgesehen von farbenfrohen Bäumen gibt es im Moment auch Unmengen an Beeren. Die Waldböden sind komplett bedeckt mit niedrigen Beerensträuchern.

Aufgrund unserer Unkenntnis waren wir allerdings nicht in der Lage zu erkennen, ob das, von dem wir glauben, dass es Blaubeeren sind, auch wirklich welche sind. Und da wir ja keine Experimente mehr beim Essen machen wollten, haben wir es uns gespart, welche zu pflücken.

Morgen geht es mit dem Auto weiter. Wir werden drei Nächte in Muonio verbringen und danach wird es wohl leider schon wieder Richtung Süden gehen.

Essensexperimente

Also, wir haben vorhin nach unserer Wanderung und viel zu schärfen Asianudeln für Miriam beschlossen, dass wir keine Experimente mehr beim Essen machen wollten.

Also, einkaufen wollten wir nicht mehr. Burger King oder Subway wollte Miriam nicht. Also haben wir aus dem, was da war, probiert etwas zu kochen. Es ist neutral und unsere Familien haben die exklusiven Fotos davon bekommen (die ich euch hier natürlich nicht vorenthalten will).

Um was handelt es sich im unteren Topf???

Naaaa???

Keine Idee?

Es ist:

Erdnusssoße. Also das sollte sie werden…

Miriam findet wir hätten doch Burger essen gehen sollen…

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