Wir sind zweistellig

99.

Wenn ich Langstrecke fahre ist es immer wieder ein Punkt: Es ist nur noch Zweistellig. Das ist nicht mehr weit.

Und das ist es auch nicht mehr. Wenn ich überlege wo wir angefangen haben zu zählen. 😁

Mittlerweile haben wir die Fähre gebucht. Einmal alles mit Essen und Kabine bitte. Und natürlich auch eine Unterkunft für die erste 2 Nächte in Helsinki. Das Auto? Naja. Ist in Arbeit.

Ich habe grade Zeit zum Schreiben, der Lack muss trocknen. Es gab von den Vorbesitzern meines Autos diverse „Löcher“ im Dach die die mit Silikon und Schrauben / Plastik oä zu gemacht haben. Die sind nun raus, Lack ist drauf und gleich kommen Metallkappen mit Sikaflex drauf.

Und ein neues Kiemenblech kommt auch rein. Da ist grade Fenster (trocknet auch).

Das Holz für die Verkleidung der Radkästen liegt auch schon hier. Ich wollte 12mm haben. Der Verkäufer hat sich vertan und ich habe die großen Platten dann in 15mm bekommen. Ist mehr stabil. Also super.

Das war es erstmal von meiner Seite aus. Vielleicht hat Miriam später noch mehr.

Jana

Wassereinbruch, Isolieren und mehr Isolieren

Gestern ging es dann los. Es sollte Isoliert werden.

Beim Boden von Zeug befreien was der Wind da so rein gebracht hat musste ich fest stellen das ich genau an der gleichen Stelle wie tags zuvor ein paar Wassertropfen waren. Meeeehhhhh. Doof!!!

Also erstmal die erste Bahn Armaflex geklebt. Der Neue Lack darunter war nämlich glatt wie Schmierseife. Dann haben wir geguckt und haben gemerkt, dass es ein 3,5 cm großes mit einem Stück Plastik und viel Silikon abgedichtetem Loch war (war früher mal bei den Stadtwerken für eine Rundumleuchte, Kabel).

Das war dann das Dachfenster 0.1…

Also ein bisschen Lack drauf. Papa hat ein Stück Blech geschnitten. Auch Lack drauf und erstmal weiter den Boden Isolieren.

War gar nicht schwierig. Riecht aber auch obwohl es selbstklebend ist ein wenig nach Kleber. Muss es ja auch?!

Papa ist halt einfach der beste! 😘

Nachdem das fertig war sind die Holzplatten wieder rein gewandert um die Isolierung beim herumlaufen. Hinknien. Rutschen und so nicht kaputt geht.

Das Wetter war super. Miriam ist dann dazu gekommen und wir haben ziemlich schnell einige große Seitenteile fertig bekommen. Die Bereiche um die Radkästen hatten es dann in sich…

Hier kann man es erahnen. Es ist keine durchgängige Fläche sondern hat Löcher und das war etwas fummelig. Die zweite Seite war viel einfacher und schneller (und ordentlicher) als die erste. Aber auch Dauer kommt ja eine Verkleidung davor.

Das „Dachfenster“ hat mein Papa mit viel Freude und Sikaflex (in weiß) wieder zugemacht. Bisher ist es dicht, hat ja auch noch nicht geregnet. Entsprechend werden bis zum entfernen der restlichen Schrauben aus dem Dach 2 teile nicht Isoliert. Genauso der Bereich um das bestelle Kiemenblech.

Und diese Schalen für die Zurrpunkte sehen nach ein bisschen Lack aus der Dose wieder richtig schick aus.

Heute habe ich „nur“ die beiden Radkästen Isoliert.

Und aus der einer der alten Platten aus dem Auto von meinen Eltern wurde eine kleine Trennwand gesägt (von Papa). Die würde dann auch noch abgeschliffen und gewachst.

Mein Flux hat noch einen neuen Scheinwerfer bekommen.

Und jetzt heißt es ins Bett gehen. Morgen sollen noch Abdeckungen für die Radkästen gebaut werden und die Trennwand soll rein und noch mal saugen und die ersten Sachen ins Auto packen…

also ganz schön viel zu tun.

Jana

Lackdämpfe die nächste

Nachdem ich gestern allen Bereiche der Seite und Decke in der zweiten Runde lackiert habe ging es heute an den Boden. An der ein oder anderen Stelle musste ich vorher noch mit Drahtbürste und Schleifpapier Vorarbeit leisten aber dann ging es ans lackieren.

Das war vorher, die schwarzen Streifen sind die Halterung für den Erdgastank.

Und so sieht es nach der ersten Schicht aus, die muss noch bis 19.30 Uhr trocknen, da bin ich aber schon fast auf dem Weg ins Bett. Also gibt es erst morgen die nächste Runde.

Schleifen, putzen, lackieren

Nachdem Lena und ich den Ducato schon mal sauber gemacht hatten, habe ich teilweise mit technischer Hilfe teilweise von Hand den Ducato von Innen geschliffen. Besonders den (Flug)Rost zu elemenieren. Im Anschluss habe ich heute mal wieder alles ausgewischt. Bis auf den Boden und habe alle später sichtbaren Teile und alles andere was ich geschliffen hatte mit Rostschutzlack lackiert.

Dabei natürlich mit dem Handschuh voll auf den frisch lackierten Radkasten gepackt. Eine sauerei sowas…

Morgen geht es dann in die zweite Runde Seiten + Decke und hoffentlich die erste Boden.

Bis nächstes Wochenende soll die Isolierung drin sein. Also vorher noch ein paar Löcher im Boden abdichten. Hier und da Dichtmasse die ich abgemacht habe durch neue ersetzen und die Schrauben der Vorbesitzer im Dach entfernen (und die Tonnen an Silikon) und durch Kappen mit Dichtmasse ersetzten und ein neues Kiemenblech besorgen…

Ganz schön viel was da noch ansteht.

Jana

149

Für alle die gezählt haben die werden merken das da ein Tag verschwunden ist. Wir haben beschlossen noch einen Tag an unseren Urlaub zu hängen. 🙂

Aber erstmal zurück zum Auto. Letztes Wochenende war Miriam mit Party von und Nachbereitungen beschäftigt. Also habe ich nach dem Brevet die Holzplatten (Die mein bester Papa schon sauber gemacht hatte) lackiert damit sie wenigstens etwas besser aussehen und eine gleichmäßigere Oberfläche haben.

Das war vor dem lackieren.

Und so sieht es nun aus:

Am Ende soll ein pvc darüber kommen, das ist mit dem Fahrrad und so einfach einfacher. Kann man halt abwischen.

Dann habe ich noch den Boden gewischt, dichtmasse an einem der radialsten entfernt und einen Teil geschliffen. An einigen Stellen versteckt sich halt mehr Rost als gedacht. 🙈

Aber die wirklich netten stellen kann man nur erahnen.

Es gab ja in den Holzplatten Zurpunkte die in so einer schicken Schale waren. Mein Papa meinte in Essig einlegen hätte er gesehen. Habe ich dann auch mal ausprobiert.

Die zum Testen war einer der mittleren vom Rost her.

Nach dem Essig und ein bisschen Wasser und einer alten Zahnbürste sah das ganze so aus:

Und nach Schleifpapier und Scheuermilch nun so:

Zum Schutz ist erstmal eine dünne Schicht Balistol drauf gekommen. Ich werde die wohl mit Wachs / Autopolitur behandeln.

Die restlichen Teile liegen jetzt in einem Eimer mit Essig.

Es ist so viel passiert die letzten Wochen. Aber diese Woche kam dann noch das bestellte Armaflex. Wasn das?

Das ist Isolierung. In 19mm, selbstklebend. 24qm. Damit werden Boden, Wände, Türen und Decke isoliert. Später soll die Elektrik und dann die Verkleidung folgen. Bis Anfang Mai zum Triketreffen soll die Isolierung drin sein.

Und heute kam dann Lena vorbei. Ich wollten den Ducato von innen einmal auswaschen. Direkt mit Scheuermilch. Spare ich mir das anschleifen (mal schauen ob das hinhaut). Wir haben eine Menge dreck aus dem Auto geholt. Bald geht da nichts mehr.

Im nächsten Schritt wird geschliffen und dann mit Rostumwandlerlack lackiert.

Bodenplatte

Der letzte Eintrag ist ja schon ein paar Tage her. In der Zwischenzeit bin ich ein bisschen Fahrrad gefahren, laufen gewesen und hier und da.

Am Auto war nachdem die Innenverkleidung raus gekommen ist und es einmal ausgewischt worden ist erstmal Stillstand. Die Bodenplatten waren mit 8 Schrauben durch die Zurpunkte gesichert. 2 davon waren gnädig und ließen sich nach Bearbeitung mit WD40, Hammer und diversen anderen Werkzeugen lösen.

Am Ende hat dann der Schlagbohrer unseres Autoschraubers das Problem in 2 Minuten gelöst.

Warum einfach wenn es auch kompliziert geht?

Naja. Also erstmal mit Papa die Bodenplatten raus nehmen und das Auto um 3 gefüllte Kehrbleche und einen Staubsauberbeutel dreck leichter machen.

Dann habe ich noch etwas mit der Drahtbürste und dem Deltaschleifer Rost beseitigt. Und wieder gesaugt.

Im Anschluss sind vorerst die Bodenplatten wieder rein gekommen. Das ganze soll noch weiter vorgearbeitet werden und dann mit Rostschutzfarbe lackiert werden damit später eine Isolierung drauf kommt. Es sind übrigens nur noch 157 Tage.

Jana

200

Oder was? Tage natürlich. Dann ist der nächste Urlaub. Bis dahin gibt es noch ein Auto auszubauen.

Und ausbauen ist grade genau das richtige Stichwort. Grade wird alles raus gebaut um zu putzen und es danach zu isolieren und so.

Hier wird es jetzt immer wieder Updates zum Auto Ausbau geben.

Jana

Concluding remarks

That’s it. After 4418 km by plane, 821 km by car and 110 km on our own feet, we are back in Germany, though a part of us remained in Finland – somehow our baggage did not make it to the plane and is still in Helsinki. Anyway, the journey was a bit wicked. We were sitting in the aircraft, lucky that we caught it because our flight from Rovaniemi arrived late, when they made the following announcement: “Boarding completed. But we are still waiting for our pilots.” Later we learned that we had delay due to a late arrival of the pilots from Oulu due to a snow storm in Helsinki this morning and that most probably we would gain even more delay due to heavy winds…

However, I am still impressed how smooth everything works in Finland and how everybody is dealing with his everyday life in these harsh conditions. Even at minus 20 °C you will see people jogging in Lapland.

Like always, I am a bit sad the journey already ended… I will miss the endless forests, the birches and spruces bending under a thick layer of snow, the absolute silence if you are standing alone in the middle of nowhere, the freezing cold, the reindeer and the thrill when you are hoping for the northern lights to appear. But we are coming back. It is time to discover what is hiding beneath all this snow. September is supposed to be a great month for hiking in Lapland 😉

To conclude: Everything can freeze. Shampoo, boots, jackets, hair, cameras, tripods, used handkerchiefs (maybe I can publish this in some journal?). I hope you enjoyed reading our stories from this strange but adorable country in the north.

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Auf dem Heimweg

Heute Morgen haben wir uns (mal wieder) aus dem Bett gequält. Es war gemütliche -20°C (im Auto zeigte das Thermometer zwischenzeitlich bis zu -27 °C an) warm und der Großteil schon in den Koffern.

Das Quälen kommt daher, dass wir noch Polarlichter gejagt haben und uns dabei sämtliches Equipment eingefroren ist. Wir haben gelernt, dass alles einfrieren kann.

Wir sind dem Sonnenaufgang entgegen gefahren und haben noch ein paar Rentiere gesehen und waren erneut beim Nordpolarkreis und haben noch etwas gebummelt.

Jetzt warten wir auf die Sicherheitskontrolle und dann ist bald schon das Boarding. Schön war es, wir werden wieder kommen.

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